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Cyrtocara moori

Bilder unter dem Beitrag!

<Thumbnail 1 Cyrtocara moori Wildfang Bock
weitere Namen: Haplochromis moorii, Malawi Buckelkopf, Malawi Delphin

Einteilung: Non-Mbuna, Utaka (sandiger Grund / wenige Gesteinsformationen - Utaka ist die Bezeichnung von den Einwohnern des Gebietes)

Verbreitung: Malawisee seeweit, besonders im Südteil. Im Malombesee ebenfalls, von dort kommt ein Großteil der bei uns angebotenen Wildfänge her.

Lebensraum: Cyrtocara moorii schließt sich an einen der großen Sandsieber wie "Taeniolethrinops praeorbitalis" oder "Fossachromis rostratus" an, die bei der Nahrungssuche Sand mit dem Maul aufnehmen und diesen nach winzigsten Kleinkrebsen oder anderen fressbaren Organismen filtern und verteidigt diesen Wirt als sein bewegliches Revier. Er bewegt sich in einer Tiefe von 3 bis 15 Metern in seichten ruhigen Bereichen des Sees mit Sandboden.

Thumbnail 2 Cyrtocara moori Wildfang Weibchen
Größe: Männchen ca. 20 cm, seltener (im Malombesee oder aquaristischer Haltung) bis zu 25 cm. Weibchen bleiben etwas kleiner. Das Wachstum von Cyrtocara moori KANN sehr langsam verlaufen, so z.B. 2 Jahre bist zu einer Gesamtlänge von 10 cm.

Unterscheidung: Die Farbe beider Geschlechter sind sehr ähnlich - fast weiß bis graublau und schmalen herablaufenden schmalen und ungleichen dunklen Steifen mit verschiedener Intensität, dominantere Tiere kräftiger oder heller mit fast schwarzen Flossen rundum. Die Männchen tragen (wie fast alle Fische) eine spitz ausgezogene Rückenflosse, die bei den Weibchen eher abgerundet ist. Des Weiteren haben die männlichen Artgenossen eine fast fahnenartige Afterflosse, die beim Weibchen im Vergleich fast verkümmert wirkt. Beide Geschlechter bilden (entgegen vieler Kommentaren und Meinungen) einen Stirnbuckel aus, dessen Funktion noch nicht weiter bekannt ist.

Ernährung: Dieser ostafrikanische Cichlide ernährt sich von fressbaren Organismen und kleinen Wirbellosen, die aus dem aufgewirbelten Sand herausgefiltert werden. Im Aquarium wird alle Art von Futter gierig angenommen.

Thumbnail 1 brütendes Cyrtocara moori Wildfang Weibchen
Ablaichverhalten: Auf dem kargen Sandboden. Kein ausgeprägtes Revierverhalten, kein bis mäßiger Kraterbau. Die Eier (15 - 100 Stück!!) werden außerhalb des weiblichen Mauls befruchtet von Selbiger wieder aufgenommen und nach ca. drei Wochen werden die rund 1 cm Jungfische zum ersten Mal aus dem Maul entlassen, welches bei Gefahr und zur Nacht wieder aufgesucht wird. Diese spezielle Brutpflege wird allerdings und leider! bei Nachzuchten im Aquarium verlernt, da viele Züchter/Halter die tragenden Weibchen "melken", um so die Zahl der verkaufsfähigen Juntiere erhöhen. Die fleckig silber gefärbten Jungfische tragen eine orangefarbene Afterflosse, die nach längerer Zeit auch blau anläuft.

Besonderheiten: Bei unterdrückter Stellung oder bei Unwohlsein ist ein 3-stelliges Fleckenmuster zu sehen, bei mir selbst bei meinen eigenen Jungfischen fast durchweg, bei älteren Fischen eher selten.

Eigene Beobachtung: In den Abendstunden, insbesondere vor der Abschaltung der Aquarienbeleuchtung dominieren auch weibliche Mooris, verändern entsprechend die Färbung und fetzen sich untereinander recht heftig. Dagegen tagsüber doch ein recht unauffälliges Miteinander.

Aquariumgröße: Beckenlänge ab 150 cm, Beckenvolumen ab 500 Liter

Futtergruppe: karnivore - Fischfresser

Vergesellschaftung: ruhiger Fisch, der innerartlich etwas ruppig werden kann. Artübergreifende Angriffe sind eher selten.

Mein früherer Zuchtbock: er war die Ruhe im Person und schlichtete sogar Streitereien - lebt leider nicht mehr...
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C. moori eines Bekannten. Man beachte die Stattliche Stirnwulst!
Cyrtocara moori bei Albert Mutschlechner

junge Wildfang-Weibchen. Erstaunlich (für mich) ist deren extrem dunkle Farbe!!
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Ein altes Foto mit einer brütenden Moori-Dame. Man kann sogar die Augen der Jungfische gut erkennen!

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Pic-Date 11.03.2011: Der neue Wildfang-Mann mit seiner wilden Dame (dahinter)
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