Pfad: /Home /Fische/Non-Mbuna/
Sciaenochromis fryeri alias ´Ahli´
Bilder unter dem Beitrag!

weitere Namen: Haplochromis Ahli, Haplochromis electric blue, Haplochromis jacksoni, Ahli - (Dieser "Ahli" wird oft mit dem falschen Namen "Sciaenochromis Ahli" benannt, obwohl der "Ahli" ein ganz anderer Fisch mit anderem Aussehen ist. Beschreibungen der beiden Arten unter: Unterscheidung)
Einteilung: Non-Mbuna
Verbreitung: Malawisee seeweit
Lebensraum: Überall im Malawisee, zieht sich gern in Gesteinsspalten und Höhlen zurück!

Größe: Männchen werden ca. 10 - 16 cm, seltener bis 20 cm
Unterscheidung:
° S. ahli:
- ist sehr wenig gefärbt, und hat grünlich/violett als Grundfarbe.
- die Tiere erreichen eine Größe von mehr als 20cm.
- haben sehr große Augen, deswegen werden die auch genannt ´Big Eye´.
- In der Afterflosse sind viele und große Eierflecken zu sehen.
- Die Kopfform ist mit gleichmäßigen Nasenrücken, ohne Knick o.Ä.
- Die Weibchen sind einfach nur Silbern, ohne Farbschimmer.
° S. fryeri:
- dunkel-blaue metallische Färbung, an manchen Stellen auch mit sehr wenig weiß in der Stirn.
- Laut Konings wird er auch um die 20cm., was aber ich selber noch nie gesehen habe. Die größten, die ich gesehen habe waren 14-15cm. Ad Konings war auch derjenige, der zu dieser Irreführung des Namens beigetragen hat, da er in seinen alten Büchern geschrieben hat, das alle zwei die selben Tiere sind. Später hat er das jedoch widerrufen.
- Die Afterflosse hat nur an deren spitzem Ende eine rote oder gelb/orangene Färbung.
- Die Weibchen haben immer Blauschimmer in der Kopfgegend.
Standortvarianten des 'normalen Fryeri' unterscheidet man wie folgt:
-Der Fryeri aus der Malawi-Region besitzt mehr oder weniger Weiß-Anteile auf der Rückenpartie und weniger rotfarbige Pigmentierungen.
- Der Fryeri aus der tanzanischen Ecke dagegen gar kein weiß und deutlich rotere Zeichnungsmuster. Die Afterflosse ist fast ganz rot gefärbt!
Ernährung: Sciaenochromis fryeri ist ein Raubfisch, der im See auf kleinere Fische Jagd macht. In Aquarienhaltung wird jede Art von Futter (auch Trockenfutter) gerne angenommen.
Ablaichverhalten: wenig Revier-bildend, jedoch in Brutstimmung wird der eine oder andere Konkurrent vertrieben.

Besonderheiten: Weibchen mit brauner Färbung sind meist scheu und verbringen das ganze Jahr ihr Dasein in Spalten und Höhlen. - - Kurioserweise wird dieser Räuber als S. ahli bezeichnet, welcher wiederum eine ganz andere Art ist und auch die Färbung deutlich abweicht (unscheinbar Sandfarben)! Die meisten Händler und Züchter verwenden weiterhin den Nahmen "Ahli", da fast alle Aquarianer diesen Buntbarsch unter diesem Namen identifizieren.
Eigene Beobachtung: S. fryeri ist einer der schönsten und farbintensivsten Cichliden des Malawisse. Er ist ein eher ruhiger Vertreter der Räuber. Ich habe bei mehreren Exemplaren dieser Art beobachtet, das sie eher Balzfaul sind bzw. ihre Weibchen allein mit sich zurecht kommen müssen!
Aquariumgröße: Beckenlänge ab 150 cm, Beckenvolumen ab 500 Liter
Futtergruppe: karnivore - Fischfresser
Vergesellschaftung: optimalerweise nur mit Barschen mit ähnlich ausgeprägtem Temperament, kleinere Cichliden sind eher zu vermeiden, da diese sonst als Beutetiere angesehen werden (habe ich selber nie beobachtet), ansonsten wird einer Vergesellschaftung mit ruhigeren Arten abgeraten
eigene Beobachtungen: Sc. fryeri iceberg setzt sich gerne auch tagsüber auf dem Bodengrund oder anderen Gegenständen ab. Warum ist mir unbekannt. Auch andere Halter berichten von diesem Verhalten.
Sciaenochromis fryeri Wildfang Männchen
Sciaenochromis fryeri Wildfang Weibchen
Der "Ahli iceberg", eine Zuchtform, bei der die weiße Rückenlinie bis auf den Körper gezüchtet wurde:

Ungewöhnlich:
junger S.f.iceberg laicht erfolgreich an/auf einem Fels ab, man sieht sehr gut die Eier, die auf die Befruchtung warten.. 


ein fast ganz weißer Iceberg:
Diese Form ist relativ neu erzüchtet und ist weniger attarktiv, jedoch dieses Exemplar musste in mein Becken einziehen.