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Wasser ist nicht gleich Wasser


Wer Aquarienfische artgerecht pflegen möchte sollte versuchen, das optimale Wasser für die Fische bereitzustellen. Nur so kann man Krankheiten vorbeugen und die Fische fühlen sich sichtbar wohler - denn Wasser ist nicht gleich Wasser...

So sind zum Beispiel neben chemischen Stoffen organische Chlorverbindungen und Pestizide enthalten. Physikalische Werte sind Nachweisbar wie der PH-Wert, die Calcitlösekapazität, die elektrische Leitfähigkeit sowie die Oxidierbarkeit... Die Wasserhärte sollte jedem ein Begriff sein, die sehr stark je nach Örtlichkeit schwanken kann.
Auch sind im Wasser mikrobiologische Kulturen zu finden wie etwa coliforme Keime, Enterokokken oder escherichia Coli. All diese Inhaltsstoffe unseres Wassers variieren von Ort zu Ort verschieden stark: haben wir in der Schule schon gelernt, dass Wasser mit dem Regen auf die Erde kommt, durch den Erdboden und Gesteinsschichten sickert und irgendwo wieder als kleiner Quell zu Tage tritt. Während diesem "Reinigungsprozess" wir das Regenwasser mit vielen Stoffen angereichert, die es Einzigartig macht.

Unter den chemischen Stoffen findet man:

Arsen (As)
Blei (Pb)
Cadmium (Cd)
Chrom (Cr)
Cyanid Fluorid
Nickel (Ni)
Nitrat
Nitrit
Quecksilber (Hg)
Aluminium (Al)
Ammonium (Nh4) Sulfat (SO42)
Chlorid
Phosphor (Po4)
Natrium (Na)
Kalium (K) Magnesium (Mg) Calcium (Ca)
Mangan (Mn)
Eisen (Fe)
Kupfer (Cu)
Silber (Ag)
Zink (Zn) Sauerstoff (H)
Kieselsäure (Sio2)
Barium (Ba)
Strontium (Sr)
Bor (B)
Kohlendioxyd (Co²)
Hydrogenkarbonat (HCO³)
Karbonat

Die wichtigsten Werte für die Aquaristik seien hier genannt:

Der PH-Wert und die Wasserhärte.

Weiter ist die elektrische Leitfähigkeit wichtig, da es hier bei zu großen Schwankungen zu Verätzungen der Kiemen kommen kann, welche nicht reparabel sind!
Aktuelle Wasseranalysen des örtlichen Wasserversorgers findet man in der Regel im Internet oder kann man auch anfordern - für das münchner Leitungswasser findet man eine PDF-Datei, welche man von den Seiten der Stadtwerke Muenchen downloaden kann (stand Januar 2004 - 116KB).

Wer nun Fische im Aquarium pflegen möchte, dem lege ich folgenden Gedanken ans Herz: Fische sind an das Wasser gebunden und leben seit Jahrtausenden in "ihren" Heimatgewässern. Die Evolution hat Millionen von Jahren benötigt, die Fische an den jeweiligen Lebensraum anzupassen.

Wenn nun der Mensch die Fische willkürlich umsetzt, ist dies ein grober Eingriff in die Natur und das jeweilige Lebewesen reagiert (unterschiedlich) auf diese groben Änderungen mit möglichen Krankheiten oder sogar Veränderungen der inneren Organe. Man sollte wenigstens das "falsche" Wasser etwas aufbereiten, am besten mit natürlichen Hilfsmitteln.
Oft liest oder hört man, dass der Züchter seine Fische in zB. hartem Wasser hält und diese es schon gewohnt sind! Doch welcher Züchter ist Millionen Jahre alt?

F
azit:

Der Fischbesatz sollte nicht zuletzt nach den Wasserwerten ausgewählt werden! Man kann das Aquarienwasser den Bedürfnissen der Fische etwas anpassen, damit sich die Tiere im Aquarium einigermaßen wohl fühlen und nicht zu Krankheiten neigen:

Zum aufhärten Korallenbruch regelmäßig in den Filter einbringen
Zum ansäuern (weicher machen) das Wasser durch Torf filtern.

Hier funktionieren auch die Ionenaustauscher recht gut, jedoch habe ich damit keine eigenen Erfahrungen gemacht! Mein Fischbesatz wurde ausgewählt, nachdem die Wasserwerte des münchner Leitungswassers dem der 4 ostafrikanischen Grabenseen fast identisch ist (Malawi, Tanganjika, Malombe und Viktoria - See)

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