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L144 - Ancistrus sp.

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Im Bestand: 1 Zuchtgruppe 1/1


Thumbnail 1 L144 - Ancistrus sp.
weitere Namen: Antennenwels, Goldantennenwels, gelber Antennenwels, gelbes Schwarzauge

Einteilung: Harnischwels

Vorkommen: Paraguay, genauer Fundort unbekannt

Lebensraum: in den Flussläufen Paraguay

Größe: bis zirka 12 - 13 cm

Unterscheidung: Man unterscheidet beide Geschlechter an dem langen Geweih am Kopf des Männchens, Weibchen dagegen besitzen keines. Männchen haben längere Interopercularodontoden und mehr Odontoden auf dem ersten Brustflossenstrahl im Gegensatz zu den Weibchen. Die Männchen sind meist auch etwas kräftiger orange gefärbt, hier gibt es jedoch unterschiedliche Gelb-Töne.
Oft wird der L144 mit dem Albino verwechselt, dieser jedoch ist von der Gelb-Färbung heller und besitzt auffällig die albinotischen ROTEN AUGEN, der L144 trägt dagegen Blau-Schwarze.

Thumbnail 2 L144 - Ancistrus sp.
Ernährung: Pflanzliche Kost und geht an alle Art von Aquarienpflanzen, wird nicht ausreichend Futter angeboten. Welstabs von Hikari sind der absolute Renner, ansonsten Gemüsestückchen, auch Fischstücke oder gar verendete Fische aus dem Aquarium werden angeraspelt.
Wichtige Bestandteile in der Ernährung bilden Gehölze im Aquarium, da die Welse lebenswichtige Zellulose daraus aufnehmen.

Fortpflanzung: Das Männchen belagert eigentlich ständig eine Stein-Höhle/Röhre (es gibt spezielle Tonröhren mit nur einem Eingang). Bei Paarungsbereitschaft des Weibchens besucht diese das Männchen und legt je nach Größe Eierpakete in die Röhre, woraus nach ca. 5 Tagen kleine Larven schlüpfen. Nach weitern 5 Tagen lässt das Männchen die etwa 1 cm großen Jungwelse frei. Jetzt kann es bei guten Zuchtpaaren zu weiteren Eiablagen kommen. Die jungen L144 wachsen sehr langsam und fressen eigentlich alles, vorzugsweise den Bio-Film und den Algenbewuchs .

Thumbnail 3 L144 - Ancistrus sp. Larven
Besonderheiten: Im Internet und sogar Büchern liest man, dass der L144 als einziger gelber Wels gefangen und durch Kerstin Holota mit dem L110/157 eingekreuzt wurde, um farbechte Nachzuchten zu erhalten. Des weiteren wir oft verbreitet, dieser Wels sei ein xanthoristischer Ancistrus. Nach persönlicher Anfrage (telefonisch am 14.Mai 2007) bei Kerstin Holota und Ingo Seidel (welcher einige Nachzuchten von Holota erwarb) bestätigen sich einige Aussagen nicht:
Die Arten zur Kreuzung sind NICHT die L110 und L57 gewesen; es waren ihr unbekannte Welse, die in demselben Verkaufsbecken von Heiko Bleher und aus demselben Fanggebiet des gelben Welses kamen. Vielmehr war deren Farbe grau/braun, und ihre Spezifikation bis heute ungeklärt.
Vorgestellt wurde das "Holota´s Urtier"- Exemplar erstmals in der Datz 10/1993. Was die Bezeichnung "xanthoristischer Ancistrus" betrifft, erhielt ich die Information von Kerstin Holota selbst, dass zu Ihrer Zeit der Zuchtbemühungen (bis 2000) keine Untersuchungen Ihrerseits unternommen wurden, um zu prüfen, was es mit der Pigmentbildung aufsich hat. Die Aussagen im www , die Gelege des L144 beinhalten bis zu 150 Eier wurden von ihr auch nicht bestätigt; es sind nie mehr als bis zu 30 Eiern pro Gelege gewesen!

Aquariumgröße: Beckenlänge ab 60 cm

Thumbnail 4 L144 - Ancistrus sp.
empfohlene Besatzdichte: Männchen besetzen einen etwa 30 cm großen Umkreis um seine Höhle. Dies zu beachten sollte Priorität sein, ansonsten kann es zu heftigen Kämpfen zwischen rivalisierenden Männchen kommen. 1 Männchn zu 1 Weibchen, bei mehreren Weibchen und beabsichtigter Zucht kann es passieren, dass das 2te Weibchen dem Ersten das Gelege zerstört und nun Ihre Eier absetzt.

Vergesellschaftung: ruhiger, allgemein verträgliche Art

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Lexikon:

Was bedeutet xanthorisch?
Xanthorisch oder Xanthorist leitet sich vom grischichen "xanthos" ab, was man mit "gelb" übersetzt. Den xanthorischen Varianten fehlen schwarzen Farb-Pigmente (Melanine), wohingegen die Gelben erhalten bleiben. Somit erstrahlt der L144 in leuchtendem Gelb. Ein minimaler Rest-Anteil dieser Melanine verursachen die strahlenden schwarzen Augen.
Es wird immer wieder diskutiert, wie denn nun der echte L144 in Form und Farbe aussieht. Die Einen sagen, er hat verzweigte Hörner, die Anderen meinen er hat kein Geweih, wenige meinen, das "Original" sei heller als die am meisten vertretenen Gesellen. Wieder andere meinen den Albino wenn sie vom L144 sprechen...

Mein Fazit zu diesen Diskussionen:
Gabeln oder nicht, hellgelb oder "normalgelb" - es ist doch im Eigentlichen egal wie die gehaltene Art heisst, will man nicht geziehlt auf Arterhaltung züchten. Der Otto-Normal-Aquarianer hält doch die Fische (oder Welse), weil sie ihm gefallen und nicht des Namen´s wegen!

Thumbnail 5 L144 - Ancistrus sp.
Sicher möchte der Eine oder Andere wissen (dazu zähle ich mich auch), was er zu Hause pflegt, doch Spekulationen machen aus einen einfachen Xanthoristen immernoch keinen "echten oder unechten" L144.

L144 Zuchtbock

L144 Bock

L144 Jungwelse

Hotel Bayern

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